Name
Vorwärts
Rückwärts
Übersicht

KREMSTHALBAHN 1880 / 18352

ORGINAL ANTHEILSCHEIN über 100 GULDEN der KREMSTHALBAHN Gesellschaft! Linz deb 16.Juli 1880! SEHR SELTRN ! Mit Verlosungsplan! ERHALTUNG GUT!

Die wachsende Industrie verlangte moderne Transportmittel, denn Pferde- und Ochsengespanne, Flöße und Zillen waren zu teuer, zu wenig leistungsfähig und zu langsam.

So verlangten bereits im Revolutionsjahr 1848 die Sensen-Gewerke des Kremstales nach einer Eisenbahn – ohne Erfolg. Auch spätere Versuche scheiterten am Geld. Es folgte eine jahrelange Fehde zwischen Linz und Wels um den Vorrang bei der Erschließung des Kremstales.

Auf Initiative einzelner Wirtschaftstreibender und der Stadt Linz wurde endlich 1878 ein Plan ausgearbeitet und zur Finanzierung des Vorhabens zur Zeichnung von Anteilen aufgerufen. Bereits 1879 war ein Betrag von 840 000 fl (= Gulden) gezeichnet, damit waren fast die gesamten projektierten Kosten gedeckt: die Stadt Linz bezahlte 200 000 f, die Allgemeine Sparkasse 100 000 fl. Auch Trauner Firmen und Privatpersonen beteiligten sich mit großen Beträgen: Gebrüder Enderlin 20 000 fl, Graumann´s Eidam 5 000 fl, Berl´s Söhne 1000 fl, Martin Scheinecker 1000 fl, Raimund Raab 500 fl, Johann Lebersorg 200 fl, Josef Dorn 200 fl, Wilhelm Lang 500 fl, Emil Cabiati 1000 fl, Mathilde Cabiati 500 fl.

Anteilschein Kremstalbahn

Anfang 1880 war aus den Interessenten in einer Generalversammlung in der Volksfesthalle in Linz die „Kremstalbahngesellschaft“ gebildet worden und mit der Münchner Lokomotivenfabrik Krauß & Co ein Bau- und Betriebsvertrag auf 10 Jahre geschlossen worden. Emil Dierzer Ritter von Traunthal wurde zum ehrenamtlichen Direktor der Gesellschaft gewählt.

Die Grundeinlösungen erfolgten rasch. Die Gesellschaft bezahlte 30 bis 50 Kreuzer für einen Quadrat-Klafter (3,59 m²). So konnte noch im Jahre 1880 mit dem Bau der 35,5 km langen Strecke bis Kremsmünster begonnen werden. Außer den Kopfbahnhöfen Linz und Kremsmünster gab es 5 Stationen, darunter Traun. Unser Bahnhof lag allerdings nicht auf der Seite der Geleise wie heute, sondern auf der gegenüber liegenden, Traun abgewandten Seite, etwa 200 m in Richtung Traunfluss. Da das Frachtaufkommen aber zum allergrößten Teil aus Traun kam, die Geleise daher immer überquert werden mussten, gab es beachtliche Probleme. Die Haltestelle St. Martin war damals schon vorhanden.


Schon am 29. April 1881 wurde die Strecke feierlich eröffnet!

Der Fuhrpark bestand aus 6 Krauß-Lokomotiven, 15 Personen- und 45 Frachtwaggons. Die Personenwaggons waren damals neuartig mit Mittelgang, einige hatten ein oberes Stockwerk, es waren sogenannte „Etagen- oder Omnibuswagen“.

Die Betreibergesellschaft, die Firma Krauß & Co, die inzwischen in Linz einen Zweigbetrieb gegründet hatte, lieferte 45 % der Bruttoeinnahmen als Pacht. Die Aktionäre erhielten 3 % Verzinsung (KEST gab es noch keine). Die Verwaltungskosten waren gering, die Direktoren erhielten keine Bezüge.

Die Leistung der Bahn entwickelte sich gut:
Jahr transportierte Personen transportierte Güter
1881 73.000 Personen 8.800 to Güter
1882 101.050 Personen 17.700 to Güter
1889 187.565 Personen 57.929 to Güter
1900 302.184 Personen 160.395 to Güter

Die rasche Bauzeit und die sparsame Grundeinlösung hatte einen bleibenden Nachteil, viele enge Kurven erlaubten damals nur eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Jahrelang kämpfte die Bahn mit dem Problem und versuchte immer wieder nachträgliche Begradigungen.

Steckenerweiterung

Die Strecke wurde erweitert: sie führte 1883 bis Micheldorf und 1888 nach Klaus. 1887 ging die Flügelbahn von der Haltestelle Unterrohr zum Jod-Kurort Bad Hall in Betrieb. Eine Verlängerung nach Windischgarsten und Spital am Pyhrn, wie sie der Sensenfabrikant Gottlieb Schröckenfux verlangt hatte, scheiterte an der Finanzierung.

Krauß & Co führte den Betrieb bis Ende Juli 1892. Am 1. August übernahm die Kremstalbahngesellschaft selbst den Betrieb und errichtete in Linz eine technische und kaufmännische Betriebsleitung.

Interessant ist vielleicht noch, dass am 19. August 1894 Kaiser Franz Josef I. bei seinem Besuch von Kremsmünster die festlich geschmückte Kremstalbahn benützt hat. Die in Traun angetretene Musikkapelle, der Veteranenverein und viele Bürger konnten in dem kurzen Moment der Durchfahrt vom Kaiser kaum etwas sehen.

Mehrfach hat die hochwasserführende Traun den Bahndamm zwischen Traun und Nettingsdorf unterbrochen, so z. B. 1897 und 1899. Der Betrieb musste 11 Tage unterbrochen werden.

1898 errichtete die Wiener Firma Ignaz Gridl drei neue eiserne Brücken.

Am 1.November 1902 wurde der Betrieb an die Staatsbahnen verpachtet, mit 1. Jänner 1906 wurde die Strecke verstaatlicht und die Kremstalbahn-gesellschaft aufgelöst.

Der Finanzbedarf, den die Verlängerung bis nach Selzthal erforderte (Bosrucktunnel), überstieg die Möglichkeiten der privaten Gesellschaft bei weitem.

Die Pyhrnbahn

Die Strecke wurde zu einer Hauptbahn 2. Ranges ausgebaut und 1906 wurde eine neue Brücke über die Traun errichtet. Ein Kuriosum: Die Traun-Schifffahrt, die eigentlich kaum mehr existierte, erhob Einspruch und erreichte, dass die Brücken um 81 cm angehoben wurden. Durch viele Verbesserungen, vor allem Begradigungen der Geleise, konnten Höchstgeschwindigkeiten von 90 h/km erreicht werden. Die Linie wurde bis Selzthal verlängert – die heutige Pyhrnbahn war gebaut.

Der Trauner Bahnhof wurde wesentlich vergrößert und dem Wunsche der Trauner Betriebe gemäß an den heutigen Standort verlegt, ein Schleppgeleise zur Firma Enderlin wurde errichtet.

Und was ist seither geschehen? Hier in Kurzform aufgezählt:

A-7A-91977 erfolgte die Elektrifizierung.

1982 kam es durch Unterspülung der Pfeiler zum Einsturz der 1906 erbauten Traunbrücke und deren Neubau.

A-11 E13 Brückeneinsturz E15 Brückeneinsturz E-15a E16 Brückeneinsturz


1985 folgte auf der Schnellbahnstrecke Linz-Traun der zweigleisige Ausbau, dem leider das schöne Gasthaus „Bahnhofrestauration“ weichen musste. Es kam zum Umbau des Bahnhofes, neue Bahnsteige und Unterführungen wurden gebaut. Die Automatisierung erfolgte, Fahrscheinautomaten kamen zum Einsatz.
1994 wurde die 12,7 km lange Schleife nach Marchtrenk fertig gestellt.

Preis per Stück € 590,00


Schlüsselworte anzeigen

Suche

Termine & News

NEU SAMMLERSTAMMTISCH in ALTMÜNSTER
Neu in ALTMÜNSTER 4.01.2020 ab 17 Uhr Jeden 1. Freitag des Monats Sammlerstammtisch ab 17.00 im Gasthof „WILDSCHÜTZ“, 4810 Altmünster ...
[mehr]


SAMMLERSTAMMTISCH in PEUERBACH
Liebe Sammler/In NEU am 12. Okt. 2018 Sammlerstammtisch im "URTLHOF" Urtlgasse 5 A-4722 Peuerbach Jeden 2, FREITAG im Monat ab ...
[mehr]


SAMMLERSTAMMTISCH in Steyr!
über Münzen aller Epochen,Banknoten und Notgeld,Medaillen,Orden,Alte Ansichtskarten usw! im Schwechaterhof in der Leopold-Werndl-Straße 1 in 4400 Steyrjeden 3. Samstag im ...
[mehr]


SAMMLERSTAMMTISCH in FREISTADT
Münzen,Notgeld, Ansichtskarten,Heimatbelege, Papiergeld ,Post und Ortsgeschichte! Jeden 3, FREITAG im Monat ab 18Uhr Gasthaus ZUM GOLDENEN HIRSCHEN A-4240 Freistadt Würden ...
[mehr]


SAMMLERSTAMMTISCH in VÖCKLABRUCK
Ansichtskarten,Heimatbelege, Heiligenbildchen,Münzen,Notgeld, Paiergeld,Post und Ortsgeschichte usw. jeden 2. Samstag im Monat ab 18 Uhr im Hotel Restaurant AUERHAHN am Stadtplatz ...
[mehr]


VEREINSABEND in Wels
Ansichtskarten,Heimatbelege, Heiligenbildchen ,Münzen, Notgeld,Papiergeld, Post und Ortgeschichte usw. jeweils ab 17 Uhr im Gösserbräu am Kaiser Franz Josef Platz in ...
[mehr]


INFO
Liebe Sammler/inn! Hoffendlich sind Sie und Ihre Familie Gesund! Nachdem ich Haupberuflich im Lebensmittel Großhandel tätig bin, sind die Bestellungen,teilweise ...
[mehr]


PREISANFRAGE
Liebe Sammler/In Wo bei den Artikel Preisen, PREISANFRAGE steht,wurde durch einen Festplatten defekt,die Preise gelöscht! Wir arbeiten daran aber es ...
[mehr]


Kaufe
Ak,Briefe und Heimatbelege von Ried im Traunkreis Franz Bindl Fliedergasse2 A-4551 Ried im Traunkreis ...
[mehr]


Home | Kontakt | AGB | Zahlung & Lieferung